Deutschland
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Einwohner
In Deutschland leben rund 82,6 Millionen Menschen. Davon sind rund 7,3 Millionen Bürger nichtdeutscher Herkunft. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 8,9 Prozent. Zugleich bedeutet es Vielfalt, zu der auch die in Deutschland lebenden Migranten, die nationalen Minderheiten, Regionen und Länder mit ihren Traditionen und Mundarten beitragen.
Größe
357,022 km2
Angrenzende Länder
Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Polen, Schweiz
Bevölkerung
Die Bevölkerung in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich verteilt. Rund ein Drittel der Einwohner, etwa 25 Millionen, lebt in 82 Großstädten. Rund 50,5 Millionen leben in Gemeinden und Städten zwischen 2.000 und 100.000 Einwohnern. Etwa 6,4 Millionen Menschen sind in Ortschaften mit bis zu 2.000 Einwohnern zu Hause. Der seit der deutschen Vereinigung schnell wachsende Einzugsbereich von Berlin umfasst derzeit mehr als 4,3 Millionen Einwohner. Im Industriegebiet an Rhein und Ruhr, wo die Städte ohne deutliche Abgrenzung ineinander übergehen, leben mehr als elf Millionen Menschen, das sind etwa 1.100 pro Quadratkilometer. Diesen dicht bevölkerten Regionen stehen sehr schwach besiedelte Gebiete wie weite Teile der Mark Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber.
Insgesamt gehört Deutschland mit einer Bevölkerungsdichte von 230 Menschen pro Quadratkilometer zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas, wobei es deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und dem Gebiet der einstigen DDR gibt. In den neuen Bundesländern und Ost-Berlin beträgt die Bevölkerungsdichte 140 Menschen pro Quadratkilometer, in den alten Bundesländern liegt sie bei 267. Deutschland zählt mit neun Neugeborenen auf 1.000 Einwohner pro Jahr zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten der Welt. Es werden zu wenig Kinder zu spät geboren. Frauen bekommen ihr erstes Kind meist erst mit Anfang 30, und auf jede Frau kommen derzeit im Schnitt nur 1,3 Kinder. Die Einwohnerzahl Deutschlands blieb in den letzten Jahren dennoch stabil. Das Geburtendefizit wurde durch den Zuzug von rund 3 Millionen Migranten ausgeglichen. Die niedrige Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung (für einen heute neugeborenen Jungen liegt sie in Deutschland bei 74,4 und für ein gerade zur Welt gekommenes Mädchen bei 80,6 Jahren) wirken sich jedoch auf den Altersaufbau der Bevölkerung aus. Der Anteil der über 60-Jährigen wird voraussichtlich von heute 23 auf etwa 30 Prozent im Jahr 2030 ansteigen, das Verhältnis zwischen dem Teil der Bevölkerung, der sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt, und dem Bevölkerungsanteil im Rentenalter verschiebt sich hin zu den aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Personen. Die Familie ist immer noch die bevorzugte Form des Zusammenlebens. Die große Mehrheit der Einwohner lebt in einer Familie, fast die Hälfte in einer traditionellen Familie von einem Ehepaar mit Kindern. Es gibt jedoch eine Tendenz zur Kleinfamilie bei wachsender Zahl der Haushalte. Jeder vierte Bewohner einer Großstadt lebt allein, auf dem Land und in Kleinstädten ist es etwa jeder siebte. Rund 2,4 Millionen Menschen, überwiegend Frauen, wohnen allein mit ihren Kindern siehe auch "Familie".
Geografie
Die Bundesrepublik Deutschland liegt im Herzen Europas und verbindet West und Ost, Nord und Süd. Das bevölkerungsreichste Land Europas ist seit der Vereinigung beider deutscher Staaten im Jahr 1990 von neun Nachbarstaaten umgeben. Eingebunden in die Europäische Union und die NATO ist Deutschland Partner
der mittel- und osteuropäischen Staaten, die auf dem Weg in das vereinte Europa sind. Das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland umfasst 357.022 Quadratkilometer. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt in der Luftlinie 876 Kilometer, von Westen nach Osten 640 Kilometer. Rund 82,6 Millionen Menschen leben in Deutschland, das geprägt ist von kultureller Mannigfaltigkeit und regionalen Besonderheiten, reizvollen Städten und Landschaften. Die deutschen Landschaften sind außerordentlich vielfältig. Niedrige und hohe Gebirgszüge wechseln mit Hochflächen, Hügel-, Berg- und Seenlandschaften und weiten Ebenen. Von Norden nach Süden ist Deutschland in fünf große Landschaften geteilt:
- Das Norddeutsche Tiefland prägen seenreiche, hügelige Landschaften, die durchsetzt sind von Heiden, Mooren und fruchtbaren Böden hin zur Mittelgebirgsschwelle. Zu den Tieflandbuchten gehören die Niederrheinische, die Westfälische und die Sächsisch-Thüringische Bucht. Den Küsten vorgelagert sind in der Nordsee zahlreiche Inseln wie Borkum, Norderney, Sylt und Helgoland. In der Ostsee liegen Rügen, Hiddensee und Fehmarn. Die Ostseeküste ist teils sandige Flachküste, teils felsige Steilküste. Zwischen Nord- und Ostsee liegt das niedrige Hügelland der Holsteinischen Schweiz.
- Die Mittelgebirgsschwelle trennt den Norden vom Süden Deutschlands. Das Tal des Mittelrheins und die hessischen Senken dienen als natürliche Leitlinien des Nord-Süd-Verkehrs. Zu den Mittelgebirgen gehören Hunsrück, Eifel, Taunus und Westerwald. Im Herzen Deutschlands findet sich die Gebirgsinsel des Harzes. Im Osten liegen unter anderen der Bayerische Wald, das Fichtelgebirge und das Erzgebirge.
- Am Rande der Oberrheinischen Tiefebene liegen der Schwarzwald, der Spessart und die Schwäbische Alb. In einem engen Tal zwängt sich der Rhein, die wichtigste Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung, durch das Rheinische Schiefergebirge.
- Das Süddeutsche Alpenvorland ist geprägt durch Hügel und große Seen im Süden, dazu weite Schotterebenen, das Unterbayerische Hügelland und die Donauniederung. Charakteristisch für diese Landschaft sind Moorgebiete, kuppenförmige Hügelketten mit Seen (Chiemsee, Starnberger See) und kleine Dörfer.
- Der deutsche Teil der Alpen zwischen dem Bodensee und Berchtesgaden umfasst nur einen schmalen Anteil dieses Gebirges. Er beschränkt sich auf die Allgäuer Alpen, die Bayerischen Alpen und die Berchtesgadener Alpen. Eingebettet in die Bergwelt der Alpen sind malerische Seen, wie zum Beispiel der Königssee bei Berchtesgaden, und beliebte Fremdenverkehrsorte wie Garmisch- Partenkirchen und Mittenwald.
Klima
Deutschland liegt in der gemäßigt kühlen Westwindzone zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Kontinentalklima im Osten. Große Temperaturschwankungen sind selten. Niederschlag fällt zu allen Jahreszeiten. Im Winter schwankt die Durchschnittstemperatur zwischen 1,5 Grad Celsius im Tiefland und - 6 Grad Celsius im Gebirge. Die Mittelwerte im Juli liegen bei 18 Grad Celsius im Tiefland und bei 20 Grad Celsius in den geschützten Tälern des Südens. Ausnahmen bilden der obere Rheingraben mit seinem sehr milden Klima, Oberbayern mit dem zeitweilig auftretenden Föhn, einem warmen alpinen Südwind, und der Harz, der mit seinen rauen Winden, kühlen Sommern und schneereichen Wintern eine eigene Klimazone bildet.
der staatliche Aufbau/ Verfassung und Recht
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Die staatliche Ordnung des Grundgesetzes findet in den Verfassungsorganen, im Föderalismus sowie in der Rechtsordnung und dem Wahlsystem ihren Ausdruck. Diese bestimmen nicht nur den politischen Alltag, sondern das Leben der Menschen in Deutschland.
Hauptstadt
Berlin (3.47 Millionen Einwohner)
Bundesländer
16- Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.
Quelle: www.tatsachen-ueber-deutschland.de (Auswärtiges Amt)



